Schön, dass Sie auf berliner-spreepark.de vorbei schauen. Hier erfahren Sie alles über den ehemaligen Berliner Freizeitpark.

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Kapitel 2: Kulturpark-Ära


Foto: Das alte Riesenrad über den Bäumen des Plänterwalds

Der Rummelplatz im Plänterwald wurde am 04. Oktober 1969 als "VEB Kulturpark Berlin" eröffnet. Er wurde nach einer nur siebenmonatigen Bauzeit als Prestigeobjekt der DDR-Regierung anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Staatsgründung an die Bevölkerung übergeben. Zur Realisierung dieses Vorhabens in dieser kurzen Zeit wurden über Nacht mehrere Betriebe für den Bau verpflichtet und um den Park von den restlichen DDR-Rummelplätzen abzuheben, importierte man die Fahrgeschäfte aus nichtsozialistischen Warengebieten. Von den Berlinern wurde der Kulturpark liebevoll "Kulti" genannt. Das Gelände hatte eine Größe von circa 60 ha, wovon lediglich rund 18 ha als Rummelplatz genutzt wurden. Er war der einzige ständige Rummelplatz der DDR.




Foto: Das Riesenrad hinter dem Brunnen

Hauptattraktion war vor allem das 40 Meter hohe Riesenrad. Zu diesem Zeitpunkt hatte es 36 Gondeln, in denen insgesamt 216 Personen den Ausblick über Berlin genießen konnten. Das 1989 zum 40-jährigen Jubiläum der DDR neu errichtete, 45 Meter hohe Riesenrad ist bis heute im Spreepark zu sehen.


Foto: Das Riesenrad

Eine Verpflichtung für einen privaten Schausteller, sein Fahrgeschäft im Kulturpark Plänterwald aufzustellen, war äußerst lohnenswert. Neben den hohen Einnahmen durch die vielen Besucher konnte man die betriebseigenen Handwerker und Werkstätten kostenfrei nutzen, wodurch die Fahrgeschäfte stets in einem Top-Zustand gehalten wurden. Sie mussten ihre Geschäfte während der gesamten Saison weder auf- noch abbauen und erhielten einen festen Standplatz mit fließend Wasser, Strom und Telefonanschluss für ihre Wohnwagen.


Foto: Das damals größte Riesenrad der DDR wurde abends von 9.678 bunten Glühlampen und 516 Leuchtstoffröhren beleuchtet.

Jährlichen verzeichnete der Park bis zu 1,5 Millionen Besucher. Besonders von Anfang Juli bis Ende August, den alljährlichen Sommerferien der DDR, strömten die Besucher massenhaft in den Plänterwald. Zu dieser Zeit stockte die Geschäftsführung das Angebot um zahlreiche zusätzliche Attraktionen auf, zu denen nicht nur weitere Fahrgeschäfte, sondern auch Konzerte, Tanzveranstaltungen und Kinderunterhaltung gehörten. Nach dem Fall der Berliner Mauer gingen die Besucherzahlen schlagartig auf weit unter 500.000 im Jahr zurück.


Foto: Das Kettenkarussell


Foto: Fahrgäste im Kettenkarussell


Foto: Das Karussell Kosmodrom


Foto: Oldtimer-Fahrt

Fotos: Ralf Drescher / BERLINER WOCHE Vielen Dank!

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Einen virtuellen Rundgang, Hintergrundinformationen sowie Archivmaterial (Fotos und Videos von Fahrgeschäften und Shows) finden Sie unter anderem auf der neuen ca. 8-stündigen Spreepark-DVD!

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