Schön, dass Sie auf berliner-spreepark.de vorbei schauen. Hier erfahren Sie alles über den ehemaligen Berliner Freizeitpark.

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Spreepark-Kalender

Lassen Sie sich 2016 vom neuen Spreepark-Kalender begleiten.

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Spreepark-DVD

Erleben Sie noch einmal diesen faszinierenden Ort und seine Geschichte. Die neue Doppel-DVD "Rummel im Plänterwald: Kulturpark - Spreepark - Lost Place"

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Spreepark-Führung

Führungen um den geschlossenen Freizeitpark

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Spreepark-Buch

Eine VergnügungskulTOUR durch den berühmten Berliner Freizeitpark

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Kapitel 5: Talfahrt

Im April 1992 wurde der Spreepark GmbH zur grundbuchlichen Absicherung ihrer Investitionsdarlehen die Vergabe eines Erbpachtvertrages vom Berliner Senats zugesichert. Der Abschluss des Vertrages wurde für spätestens August 1992 avisiert. Aus Gründen, die ausschließlich das Land Berlin kennen mag, kam der versprochene Vertrag erst fünf Jahre später, nämlich am 12.06.1997 zu Stande.


Foto: Das Amphitheater: Die zugewucherte Pirateninsel heute!


Bei der Übernahme des Geländes wurden 20 Millionen DM Schuld ins Grundbuch eingetragen, die mehr als fünf Jahre eine Zinsbelastung von circa 14% mit sich brachten. Wäre der Erbpachtvertrag, wie versprochen, schon 1992 unterzeichnet gewesen, hätte der Zins für die gesamte Zeit nur 5% betragen. Man könnte den Senat einmal fragen, wieso ein Wirtschaftsunternehmen über fünf Jahre lang erhöhte Zinsen zahlen muss, nur weil der Senat zu langsam arbeitet.

Im Rahmen des Konzeptes "Aufbau Ost" hätte die Spreepark GmbH außerdem einen Zuschuss in Höhe von circa 4 Millionen DM erhalten. Dieses Geld wurde bei der Übernahme des Kulturparks im Finanzierungsplan fest eingeplant. Die Auszahlung dieser Förderung war an die Bedingung geknüpft, dass der Erbpachtvertrag innerhalb eines Zeitfensters von vier Jahren zur Unterzeichnung kommt, die der Senat gekonnt auf fünf Jahre hinausgezögert hat. Gönnte man dem Unternehmen keine Subventionen?


Foto: Das Eierhäuschen: Ein berühmtes, durch Theodor Fontanes Roman ''Der Stechlin'' in die Literatur eingegangenes Ausflugsrestaurant, 1837 eröffnet.

Der Erbpachtvertrag war kaum unter Dach und Fach, als die Spreepark GmbH von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt darüber in Kenntnis gesetzt wurde, dass der Plänterwald unter Landschaftsschutz gestellt werden solle und somit auch weite Teile des Spreeparkbetriebsgrundstücks davon betroffen seien. Von den vormals 28,5 ha entfielen über Nacht circa 8,5 ha wirtschaftlich wichtige Nutzfläche. Wieso erfährt man so etwas erst, nachdem man über 40 Millionen DM in ein gemeinsam geplantes Projekt investiert hat?


Foto: Landschaftsschutzgebiet Plänterwald

Im Laufe der Jahre musste der Spreepark jedes Jahr Besucherrückgänge verzeichnen. Nach oft wiederholter Stellungnahme der Betreiber waren die schlechte Verkehrsanbindung, das verkleinerte Grundstück und fehlende Parkplätze die Gründe für den Besucherschwund des Freizeitparks. Jahrelang versuchte man durchzusetzen, auf einem zum Pachtvertrag gehörenden Areal zunächst 3000, später nur noch 2000 und zuletzt 900-1200 Parkplätze bauen zu dürfen. Mit dem Argument, dass das Areal auch zum Landschaftsschutzgebiet gehöre, wurde das Anliegen jedes Mal abgeschmettert.


Foto: Bahnhof Piccadilly Circus, hier hielt damals die Parkeisenbahn

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt beauftragte ein Gutachten, welches ermitteln sollte, ob die Parkplatz-Forderungen der Spreepark GmbH überzogen seien oder ihre Berechtigung hätten. Die Ergebnisse wurden der Senatsverwaltung und dem Bezirk Treptow 1999 vorgelegt und bestätigten, dass für den wirtschaftlichen Betrieb und die Existenz eines Freizeitparks mit circa 300.000 Besuchern pro Jahr an diesem Standort eine Mindestanzahl von 900 Parkplätzen für Pkws vorausgesetzt werde. Andernfalls drohe das absolute Scheitern des Konzeptes.
An dieser Stelle sei nochmals erwähnt, dass dem Vertrag zwischen der Spreepark GmbH und dem Senat ein Besucheraufkommen von bis zu 1,8 Millionen Gästen pro Jahr zugrunde lag, welches einem Parkraum von 5.400 Stellplätzen entsprechen würde. Der Senat gibt mittlerweile zu, dass dieses für den Spreepark positive Gutachten längere Zeit nicht in die Verhandlungen mit der Betreibergesellschaft eingeflossen sei.


Foto: Im Zirkuszelt (seit 1996 ein Varieté mit Bühne) gab es jedes Jahr eine andere Show.

Der Spreepark kämpfte permanent um die Baugenehmigung für Parkplätze, da für ein höheres Besucheraufkommen neben Berlinern und Brandenburgern auch Gäste aus den umliegenden Bundesländern wie Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen - die bevorzugt mit ihrem eigenen Auto anreisen - nötig waren. Eigentlich hätte es kein Problem darstellen dürfen, Besucher aus den umliegenden Bundesländern anzuziehen, denn der Spreepark war zu damaliger Zeit der einzige Freizeitpark in den neuen Bundesländern. Seltsam ist auch, dass es dieses Problem überhaupt gab, denn zu DDR-Zeiten verfügte der staatlich betriebene Rummel über circa 3.000 Pkw-Stellplätze.

Hätte die Betreibergesellschaft bereits zu Beginn der Parkumgestaltung von den genannten Problemen gewusst, wären mit Sicherheit weniger als 40 Millionen DM in ein smarteres Konzept investiert worden.
Der Spreepark, ausgelegt auf 1,8 Millionen Besucher, verfügte derzeit über eine neu angelegte Parklandschaft mit vielen Seen, Kanälen und Inseln, vier Achterbahnen, zwei Wildwasserbahnen, insgesamt über 30 Attraktionen, fünf Showbühnen mit jährlich wechselndem Programm und mehrere Imbissbuden und Restaurants. Ein kleiner Familienpark für Berlin/Brandenburg wäre bestimmt mit zwei Achterbahnen, weniger Attraktionen und einem kleineren Showangebot ausgekommen.


Foto: Die Wildwasserbahn "Grand Canyon" heute

Zwischenzeitig zog man sogar einen Umzug des kompletten Spreeparks auf das ehemalige russische Kasernenareal an der Treskowallee in der Wuhlheide in Betracht. Die Kosten dafür wollte das Land Berlin tragen. Nach einigem Hin und Her und einem Regierungswechsel in Berlin wurde auch dies wieder abgelehnt.

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Einen virtuellen Rundgang, Hintergrundinformationen sowie Archivmaterial (Fotos und Videos von Fahrgeschäften und Shows) finden Sie unter anderem auf der neuen ca. 8-stündigen Spreepark-DVD!

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